Wer Textilien professionell veredeln möchte, steht früher oder später vor der Frage: Soll ich DTF oder Siebdrucktransfers verwenden? Beide Verfahren haben ihre Stärken und eignen sich für unterschiedliche Anwendungen. Welche Lösung die bessere ist, hängt von verschiedenen Faktoren wie Auflage, Material, Motiv und Qualitätsanspruch ab.
Im Folgenden vergleichen wir die beiden Verfahren und zeigen, worauf es in der Praxis ankommt.
Was ist ein DTF-Transfer?
DTF steht für Direct to Film. Das Motiv wird auf eine spezielle Transferfolie gedruckt, mit Klebepulver versehen und anschliessend auf das Textil gepresst.
Das Verfahren eignet sich besonders für kleine Stückzahlen, Einzelanfertigungen und mehrfarbige Motive. Da keine Siebe hergestellt werden müssen, lassen sich auch Einzelstücke wirtschaftlich produzieren.
Was ist ein Siebdrucktransfer?
Beim Siebdrucktransfer wird das Motiv im klassischen Siebdruckverfahren auf einen Träger gedruckt und später mittels Transferpresse auf das Textil übertragen.
Dieses Verfahren wird seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt und überzeugt vor allem bei höheren Stückzahlen durch seine hohe Qualität, Farbbrillanz und Haltbarkeit.
Die wichtigsten Unterschiede
| DTF | Siebdrucktransfer |
|---|---|
| Ideal für kleine Auflagen | Ideal für mittlere und grosse Serien |
| Keine Siebkosten | Siebe werden einmalig erstellt |
| Sehr flexibel bei Einzelstücken | Besonders wirtschaftlich bei Wiederholaufträgen |
| Gute Detailwiedergabe | Sehr hohe Farbbrillanz und Deckkraft |
| Geeignet für viele Textilien | Für zahlreiche Spezialanwendungen erhältlich |
Welche Lösung eignet sich für kleine Auflagen?
Wenn nur wenige Textilien produziert werden sollen oder jedes Motiv unterschiedlich ist, spielt DTF seine Vorteile aus. Ohne aufwendige Vorbereitungen können Einzelstücke oder Kleinserien schnell hergestellt werden.
Gerade für personalisierte Kleidung oder kleine Nachbestellungen ist dieses Verfahren häufig eine wirtschaftliche Lösung.
Wann sind Siebdrucktransfers die bessere Wahl?
Sobald Auflagen grösser werden oder besonders hohe Anforderungen an Haltbarkeit, Waschbeständigkeit und Verarbeitung bestehen, kommen Siebdrucktransfers zum Einsatz.
Für Arbeitskleidung, Sportbekleidung, Caps, Softshell oder Textilien mit erhöhtem Anspruch an Farbdeckung stehen speziell entwickelte Transferlösungen zur Verfügung.
Auch komplexe Motive mit feinen Details oder Farbverläufen lassen sich heute mit modernen Siebdrucktransfers hervorragend umsetzen.
Es kommt auf das Textil an
Entscheidend ist nicht allein das Druckverfahren, sondern auch das Material.
Baumwolle stellt andere Anforderungen als Polyester. Softshell benötigt eine andere Transferlösung als Caps oder industriell waschbare Arbeitskleidung. Deshalb sollte die Wahl des Transfers immer auf das jeweilige Textil abgestimmt werden.
SUPACOLOUR – moderne Siebdrucktransfer-Technologie
SUPACOLOUR verbindet die Vorteile moderner Transfertechnologie mit der hohen Qualität professioneller Siebdrucktransfers. Für unterschiedliche Materialien stehen speziell entwickelte Transferarten zur Verfügung, darunter Lösungen für Baumwolle, Polyester, Softshell, Caps oder industriell waschbare Arbeitskleidung.
Tigerprinz ist exklusiver Schweizer Vertreter von SUPACOLOUR und unterstützt Fachbetriebe dabei, für jede Anwendung die passende Transferlösung auszuwählen.
Fazit
DTF und Siebdrucktransfers haben beide ihre Berechtigung. DTF überzeugt insbesondere bei kleinen Auflagen und personalisierten Motiven. Moderne Siebdrucktransfers spielen ihre Stärken überall dort aus, wo höchste Qualität, lange Haltbarkeit und optimale Verarbeitung gefragt sind.
Welche Lösung die richtige ist, hängt letztlich vom jeweiligen Auftrag ab. Wer Material, Einsatzbereich und Anforderungen berücksichtigt, erzielt dauerhaft überzeugende Ergebnisse.
Text: Hanspeter Gautschin · Fachlich geprüft von Thomas Hafner, Siebdruckfachmann